Produx Multator


Hersteller: Otto Meuter und Sohn Rechenmaschinenfabrik GmbH, Achim, Deutschland
vor dem zweiten Weltkrieg Produx GmbH.
Typ: Produx Multator
Konstrukteur: Otto Meuter (* 1892, † 1975) Otto Meuter war Vertriebsmann für Büromaschinen und hatte die kleine Zahnstangen-Addiermaschine Addiator erfunden, das Patent jedoch verkauft. Von dem Geld gründete er in Achim die Firma 'Produx', die ähnliche Rechenhilfen produzierte und verkaufte. Später firmierte diese um.
In den 1950-er Jahren beschäftigte sich Meuter damit, eine günstige Konkurrenz zu den großen und teuren Vierspeziesmaschinen wie den Brunsviga, Schubert, Triumphator, Walther usw. zu konstruieren, und es entstanden mehrere Versionen des vorliegenden Produx Multator und - noch weiter abgespeckt - der Produx a×b×c.
Seriennummer: 19930
Baujahr: um 1965
Art: Vierspeziesmaschine (Addition, Subtraktion, Multiplikation, Division)
Man kann mit dem Produx Multator ohne Tricks addieren und multiplizieren. Subtraktion nur durch Addition des Neunerkomplements möglich. Im Gegensatz zum a×b×c gibt es aber einen Hebel, der die Unterdrückung des Übertrags und eine automatische Addition von 1 in der letzten Stelle (= Übergang zum Zehnerkomplement) durchf&uum;hrt, so dass man hier nicht mehr nur von behelfsmäßiger Subtraktion sprechen kann.
Bauart: Stellsegmentmaschine
  • Eingabewerk: 10 Stellen; Schieber
  • Resultatwerk: 10 oder 11 Stellen
  • Umdrehungszähler: 5 oder 0 Stellen

  • Es ist möglich, das Umdrehungswerk mit der gelben Taste vorne an das Resultatwerk anzukoppeln, dann erhält man ein Resultatwerk mit 11 Stellen, verzichtet aber auf den Umdrehungszähler.
    Besonderheiten:
  • Stellsegmentmaschine: Die Maschine sieht äußerlich aus wie eine Sprossenradmaschine und wird auch so ähnlich bedient (bis auf die Zehnerkomplementbildung bei der Subraktion/Division). Die Eingabeschieber drehen bei Kurbeldrehung aber nicht mit. Sie sind auch „verkehrt herum“ angeordnet: die 0 ist unten, die 9 oben.
    Die Fertigung dieser Maschinen war weniger aufwändig (nur gestanzte Blechteile erforderlich!) als die einer Sprossenradmaschine.
  • Rückübertragung des Ergebnisses ins Eingabewerk
    Der Schlitten wird durch Drehen der Kurbel rückwärts angehoben, dadurch greifen Zahnräder, die beim Löschen des Resultats das Ergebnis auf die Schieber zurückübertragen.
  • kein Zehnerübertrag im Umdrehungszähler
  • Löschung des Eingabewerks muss durch Nullstellung der Eingabeschieber von Hand erfolgen.
  • Abmessungen:
  • B × H × T: 27,1 × 8,9 × 17,5 cm
  • Gewicht: 1,8 kg
  • Erhaltungszustand: voll funktionsfähig, leichte Gebrauchsspuren. Die bunten Kunststoff-Tastenkappen auf einigen Einstellschiebern fehlen.
    Erworben: 2014
    Links: Zur Firmengeschichte der Produx GmbH  

     
     

     

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