TIM I


Hersteller: Ludwig Spitz & Co. GmbH, Berlin-Tempelhof, Deutschland
Typ: TIM I
TIM stand für „Time Is Money” und sollte wohl darauf hinweisen, wieviel Zeit man durch den Einsatz dieser Maschine einsparen würde.
Das originelle Logo vorne links deutet an, dass man mit den Spitz-Maschinen alle vier Grundrechenarten ausführen kann. -
Es gab die Maschine in verschiedenen Versionen:
  • EW × UZ × RW = 5 × 6 × 8 Stellen,
  • EW × UZ × RW = 6 × 7 × 10 Stellen (wie die vorliegende Maschine),
  • EW × UZ × RW = 7 × 7 × 10 Stellen,
  • EW × UZ × RW = 7 × 7 × 12 Stellen
  • Konstrukteur: Robert Rein († 1921)
    Seriennummer: 32604
    Baujahr: ca. 1929
    Art: Vierspezies-Rechenmaschine
    Bauart: Staffelwalzenmaschine
  • Eingabe: 6 Stellen, Volltastatur
  • Resultatwerk: 10 Stellen
  • Umdrehungszähler: 7 Stellen

  • Bei den Nisa- und Monroe- Maschinen werden die geteilten Staffelwalzen durch den Tastendruck auf einer Achse verschoben werden Dagegen stehen die Staffelwalzen bei der Archimedes, der Madas und der TIM fest; dafür greift auf jeder Stelle ein verschiebbares Zahnrad mehr oder weniger tief in die Staffelverzahnung ein.
    Besonderheiten:
  • Eingabekontrollwerk
  • Auf jeder Stelle gibt es ein Hebelchen zur separaten Löschung der jeweiligen Stelle des Eingabewerkes
  • Das Eingabewerk kann auf Wunsch nach jeder Rechnung automatisch gelöscht werden (für Addition und Subtraktion)
  • kein Zehnerübertrag im Umdrehungszähler
  • Direkte Eingabe von Zahlen ins Resultatwerk (z.B. Divisor zum Dividieren) mittels Stellrädchen
  • Die Kurbel wird immer im Uhrzeigersinn gedreht; die Umschaltung zwischen Addition/Multiplikation und Subtraktion/Division geschieht mittels des Hebels links
  • Es gibt keinen Mechanismus, um den Schlitten eine Position weiterzustellen; man hebt den Schlitten einfach an und lässt ihn in die (hoffentlich) nächste Position einrasten.
  • Auch das Löschen des Resultatwerkes ist nur bei angehobenem Schlitten (d.h. ausgekuppeltem Resultatwerk) möglich.
  • Ausklappbare Standfüße
  • Abmessungen:
  • B × H × T: 37,7 × 13,8 × 20,6 cm mit eingeklappten Standfüßen
  • B × H × T: 37,7 × 16,7 × 23,5 cm mit ausgeklappten Standfüßen
  • Gewicht: 8,4 kg
  • Erhaltungszustand: komplett funktionsfähig; Kurbel nicht original; Gebrauchsspuren.
    Erworben: März 2008 aus Worms.
    Die Maschine trägt ein Schild des Händlers „Generalvertrieb Carl Wevelsiep, Dresden-A-1, Ruf 20347”
    Seitlich befindet sich ein Schild „DREGUS B37” - vermutlich eine Inventarnummer der „Dresdner Gardinen- und Spitzenmanufaktur”

     
     

     

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