Bemerkungen zu meiner Rechenmaschinen-Sammlung


Vorgeschichte:

Seit ich im Jahre 2000 im Berliner Museum für Verkehr und Technik auf einer dort ausgestellten Brunsviga 20 lernte, auf einer Vierspeziesmaschine zu rechnen, hat mich der Bazillus nicht mehr losgelassen, auch einmal ein solches Monstrum zu besitzen. Besonders fasziniert mich - ähnlich wie bei Dampfmaschinen, - dass man den Dingern durch genaues Hinschauen noch ansieht, wie sie funktionieren. Taschenrechner und Computer sind da viel unverständlicher, oder wissen Sie, was Ihr Windows in diesem Moment gerade treibt, da Sie diese Zeilen lesen?

Etwas später, auf einem Berliner Flohmarkt, entdeckte ich eine Triumphator CRN1, die den Grundstock meiner Sammlung bildeten.

Ich begann, die Berliner Flohmärkte abzugrasen, und stellte fest, dass die Händler in der Regel keine Ahnung davon hatten, was sie da anboten.
So kamen eine Brunsviga 20, genau wie im Technikmuseum, und eine Facit C1-13 hinzu.

Allerdings wurden die Flohmärkte dann rasch unergiebig, und ab ca. 2003 begann ich mich auf E-Bay zu tummeln - den Erfolg können Sie an meiner mittlerweile entstandenen Sammlung sehen.

Ich schaue zwar immer noch gelegentlich auf Flohmärkten nach alten Maschinen, doch bis auf eine gelegentliche Brunsviga ist dort nichts mehr zu holen. Der Handel mit den Maschinen hat sich komplett nach E-Bay und zu den Sammlertreffen verlagert.


Sammlungsschwerpunkte:

Angefangen habe ich mit den üblichen Sprossenradmaschinen. Mittlerweile geht es mir darum, von möglichst vielen Herstellern mindestens ein repräsentatives Exemplar zu besitzen.

Elektrische Maschinen kommen mir aber nicht ins Haus!

Die Vielfalt der verschiedenen Techniken steht für mich im Vordergrund - nur Sprossenradmaschinen finde ich totlangweilig. Und je ungewöhnlicher die Technik, desto besser. Deshalb sind meine Lieblingsmaschinen (derzeit) die Curta I (natürlich!), die Hamann Manus F, die Mercedes Euklid 29 und die Contex-10.
Außerdem die dicke Rheinmetall-Borsig, die Ergebnisse im Display anzeigt und drucken kann. Damit mache ich meine Steuererklärung... bis jetzt hab ich immer eine Rückzahlung erhalten - ob das an der Maschine liegt?


Was kommt noch?

Als nächstes möchte ich technische Details zu einigen der weniger bekannten Maschinen dokumentieren und beschreiben:

  • Wie sind sie konstruiert?
  • Wie und warum funktionieren sie?
  • Was ist anders gelöst als bei ähnlichen Konstruktionen / Wettbewerbsprodukten?
  • Ein Kapitel über die Corema-/Corexa- Maschinen ist derzeit in Arbeit.
    Wenn es fertig ist, wird es im Rechnerlexikon, der großen Enzyklopädie des mechanischen Rechnenes, eingestellt.

    Dem Rechnerlexikon verdanke ich auch einige der Angaben und Daten zu meinen Maschinen. Entsprechend ergänze ich dort natürlich auch fehlende Angaben - Geben und Nehmen.

    Wer Interesse an den alten Maschinen hat, ist herzlich eingeladen, sich das Rechnerlexikon anzuschauen und ggfs. dort mitzuwirken - wir hören nicht eher auf, als 10.000 Maschinentypen erfasst sind!
     
     



     

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